Albania
Marc's Reisetipp für Albanien

Albanien besuchte ich 2016 während meines Balkan Trips. Es ist definitiv eins der ärmsten Länder Europas, was jedoch niemanden von einem Besuch abhalten sollte.

Geprägt ist Albanien vor allem aus der Zeit der Diktatur. Damals war es eins der isoliertesten Länder der Erde. Die Paranoia des Diktators Enver Hoxha kann man noch heute an den unzähligen Minibunkern sehen. Angeblich gibt es davon 200.000 im Land. 1990 gab es auch in Albanien einen großen Umbruch und das Land verändert sich seitdem in einer rasenden Geschwindigkeit.

Ich reiste per Bus aus Richtung Ohrid ein. Auf internationalen Strecken verkehren normale Linienbusse. Dies ist insbesondere erwähnenswert, weil man sich innerhalb des Landes mittels Furgon's (Sammeltaxis) fortbewegt. Ich habe viele Geschichten über lange Wartezeiten gehört, musste jedoch nie lang auf mein nächste Verbindung warten.

Da die Albaner auch sehr hilfsbereit sind, hatte ich auch keine Schwierigkeiten die Haltestellen zu finden. Gleich auf meiner ersten Fahrt blieb der Minibus mitten im nirgendwo stehen und der Fahrer verschwand per Anhalten. Wenig später kam er zurück und es stellte sich heraus, dass ihm das Benzin ausgegangen war. Nach kurzem Anschieben ging die Fahrt ohne Probleme weiter.

Meine erste Station war Berat, eine kleine Stadt im Zentrum von Albanien wird auch Die Stadt der tausend Fenster gennant. Es handelt sich wirklich um eine kleine Stadt, aber der historische Teil und die Burg sind sehr sehenswert. Zwei Tage sollten jedoch genügen.

Anschließend ging es nach Durrës, welches an der Adria liegt und die zweitgrößte Stadt Albaniens ist. Dies liegt vor allem am Hafen und an der Nähe zur Hauptstadt. Trotz sehr vieler Hotels gab es kaum internationale Touristen und auch der Strand war überschaubar. Als Tagesausflug bin ich mittels Furgon noch nach Krujë, was eine spannende Burg versprach, aber leider nicht die Erwartungen halten konnte.

Als letzte Station besuchte ich noch die Hauptstadt Tirana. Hier blieb vor allem die Stadtrundführung inklusive einem Besuch der Pyramide von Tirana in Erinnerung. Etwas außerhalb der Stadt gibt es außerdem noch einen sehr interessanten Atombunker zu besichtigen. In Nähe befindet sich außerdem auch eine Seilbahn, mit der man noch weiter außerhalb der Stadt zu einem Nationalpark gelangen kann. Dies war für mich eine der längsten Seilbahnfahrten bisher, aber keine Angst, die Bahn machte einen sehr modernen Eindruck. Im Anschluss ging es mittels Flugzeug über Athen zurück nach Deutschland.

Albanien sollte auf jeden Fall auf jeder Todo Liste stehen, weil es eins der spannendsten Länder Europas ist. Sehr nette Menschen und niedrige Preise kommen noch dazu.